Marathon - Historie
2500 Jahre Marathon
Athen feiert 2010 das ganz große Jubiläum
Der Marathonlauf geht zurück auf die Schlacht von Marathon im Jahr 490 vor Christus.
Anlässlich des 2500. Jubiläumsjahres des Marathons veranstaltet AIMS (Association of International Marathons and Distance Races) ihren 18. Welt-Kongress vom 28. - 30. Oktober 2010 in Athen. Organisiert wird die Veranstaltung von der Hellenic Athletics Federation (SEGAS), dem Veranstalter des internationalen Athens Classic Marathon (ACM). Das Rennen findet in diesem Jahr am 7. November auf der Original-Marathonstrecke statt, die vom Ort Marathon in die Innenstadt von Athen führt.
Als Geste gegenüber der Marathon-Bewegung und einer Art Zeichen des sich nähernden 2500. Jubiläums der Schlacht von Marathon hat SEGAS 2007, in Zusammenarbeit mit AIMS und der Stadt Marathon, die Marathon-Flamme kreiert. Diese Flamme wird jährlich an der Grabstätte von Marathon am Tag vor dem Athen-Marathon entzündet und zu vielen Laufveranstaltungen in der ganzen Welt gebracht, um die bemerkenswerte Geschichte dieses Sports weltweit zu symbolisieren.
Der Athen-Marathon 2010 könnte angesichts des großen Jubiläums zu dem Rennen des Jahres werden, vergleichbar mit dem ersten Berlin-Marathon durch Ost und West nach dem Fall der Mauer 1990, dem 100. Boston-Marathon 1996 oder dem New York-Marathon 2001 nach den Terroranschlägen.
Beim Berlin-Marathon 2007 und 2008 stellte der Weltbeste Marathonläufer Haile Gebrselassie mit 2:04:26 Stunden bzw. 2:03:59 Stunden jeweils einen Weltrekord auf. Aus welchem Land kommt der schnellste Marathonläufer der Welt?

Olympische Spiele....Streckenlänge
Jahr
Kilometer
1896
40
24,85
1900
40,26
25,02
1904
40
24,85
1906
41,86
26,01
1908
42,195
26,22
1912
40,2
24,98
1920
42,75
26,56
seit 1924
42,195
26,22
Wirtschaftsfaktor Marathon
Gemeinsam bringen es die fünf Rennen
-
Boston-Marathon
-
der Flora London-Marathon
-
der real,- BERLIN-MARATHON
-
der LaSalle Bank Chicago-Marathon (heute Bank of America Chicago Marathon)
-
der ING New York City-Marathon gemeinsam die World Marathon Majors (WMM) gegründet.
auf über fünf Millionen Zuschauer an der Streck und über 250 Millionen Fernsehzuschauer.
Die World Marathon Majors erzielen jährlich 80 Millionen Dollar an Spenden für internationale Wohltätigkeitsorganisationen.
Sie haben eine Wirtschaftskraft in ihren jeweiligen Bereichen von insgesamt über 400 Millionen Dollar.

Das Wort „Marathon” ist inzwischen Teil des heutigen Sprachgebrauchs, jedoch ist die Geschichte dahinter wohl eine der bemerkenswertesten der Sport- und Kulturgeschichte. Im nächsten Jahr wird die Schlacht von Marathon – der Ursprung des Rennens über die klassischen 42,195 km – genau 2.500 Jahre her sein. Im Blickpunkt steht dann der Athen-Marathon am 31. Oktober 2010.
Bei Olympischen Spielen wurd die Marathonstrecke seit 1896 nur von den Männern gelaufen (allerdings zunächst nur auf ca. 40 Kilometer Länge). Erst seit 1984 ist der Marathonlauf auch für die Frauen eine olympische Disziplin.
Der Geschichtsschreiber Herodot berichtet über den griechischen Boten Pheidippides, der 490 v. Chr. von Athen in zwei Tagen nach Sparta gelaufen war, um Hilfe im Krieg gegen die Perser zu suchen. 500 Jahre danach machten Plutarch und Lukian von Samosata unter Berufung auf Herakleides Pontikos eine Legende daraus; dem zufolge ein Läufer sich nach dem Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon auf den knapp 40 Kilometer langen Weg nach Athen gemacht habe und dort nach der Verkündung seiner Botschaft „Freut Euch, wir haben gesiegt“ tot zusammengebrochen sei.
Bei den ersten Langstreckenläufen der Neuzeit dachte niemand an diese Historie. Als Vergnügen für die Zuschauer und zur Befriedigung ihrer Wettleidenschaft wurden im ausgehenden 18. Jahrhundert die ersten Langstreckenläufe in einer Art sportlichen Wettkampf ausgetragen. In England und den Vereinigten Staaten absolvierten die Pedestrianisten (Fußläufer) Strecken zwischen 20 Meilen (32,18 km) und 30 Meilen (48,27 km). Selten traten die Läufer gegeneinander an. Es wurden beachtliche Zeiten gelaufen; Blewet lief im Jahr 1808 über 24 Meilen (38,62 km) in einer Zeit von 2:34 Stunden. Auf die heute gültige Marathondistanz umgerechnet wäre dies eine Zeit von 2:48 Stunden.
Erst mit den Ausgrabungen an historischer Stelle in Marathon, bei denen 1890 ein Hügel mit den Gräbern der gefallenen Athener von der Schlacht von Marathon freigelegt wurde, kam die Legende über Pheidippides wieder in Erinnerung. Der Sprachwissenschaftler Michel Bréal besuchte bei einer Griechenlandreise diesen Ort. Als er dann 1894 dem Olympischen Kongress in Paris beiwohnte, wuchs in ihm die Idee, den legendären Lauf des Pheidippides im Rahmen der für 1896 geplanten Olympischen Spiele von Athen als Wettkampf aufleben zu lassen. Mit einem Brief teilte er seinem Freund, Baron Pierre de Coubertin, dem Begründer des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), seine Idee mit. Der Sieger sollte einen von ihm gestifteten Pokal erhalten. Nach einigem Zögern stimmte man der Idee zu, und so wurde der Olympische Marathon 1896 von Athen der erste organisierte Marathonlauf.
Einen Monat vor den Olympischen Spielen fand jedoch schon ein Marathonlauf als Griechenland-Meisterschaft auf der Strecke vom Dorf Marathon nach Athen (ca. 40 Kilometer) mit elf Läufern statt. Zwei Wochen später wurde ein weiterer Marathonlauf als Test für die Olympischen Spiele mit 38 Läufern ausgetragen, bei dem der Sieger Ioannis Lavrentis eine Zeit von 3:11:27 Stunden erreichte und der spätere Marathon-Olympiasieger, Spyridon Louis, in 3:18:27 Stunden Fünfter wurde. Zu einem anderen Termin sollen sich zwei Frauen, deren Namen mit Melpomene und Stamathis Rovithi angegeben wurden, schon erfolgreich an der Strecke Marathon-Athen versucht haben (Quelle: AIMS).
Der erste offizielle deutsche Marathon wurde am 3. Juli 1898 gelaufen. Die Strecke verlief von Paunsdorf bei Leipzig (heute Stadtteil von Leipzig) nach Bennewitz und wieder nach Paunsdorf zurück. Sieger war Arthur Techtow, der für die 40 km eine Zeit von 3:15:50 benötigte und damit 20 Minuten weniger als der Zweitplatzierte brauchte.
Entwicklung der Laufdistanz
Im offiziellen Bulletin der Olympischen Spiele 1896 wurde die Laufstrecke von Marathon nach Athen mit exakt 40 Kilometer ausgeschrieben. Der heutige Erkenntnisstand besagt, dass dies jedoch vermutlich nicht mit der vom legendären Boten zurückgelegten Distanz übereinstimmt. Während Pheidippides wohl den kürzesten Weg über das Pentelikon-Gebirge genommen und dabei höchstens 34 Kilometer zurückgelegt hätte, nahmen die Läufer bei den Olympischen Spielen den Straßenverlauf am Meer entlang und um das Gebirge herum.
Für die folgenden Olympischen Spiele war es dem IOC nicht wichtig, den Marathonlauf an eine bestimmte Distanz zu knüpfen, da die Läufer im direkten Kampf gegeneinander antraten. Die Länge des ersten Olympischen Marathonlaufs 1896 diente zwar als Richtschnur, aber es war den Veranstaltern überlassen, die Distanz den örtlichen Verhältnissen anzupassen.
Bei den Olympischen Sommerspielen 1908 in London betrug die Strecke gemäß einem Vermessungsprotokoll exakt 26 Meilen 385 Yards, was umgerechnet 42,195 km entsprach. Es gibt viele Erklärungen, wie es zu dieser Distanz kam. Das Vermessungsprotokoll gibt Auskunft. Ausgangspunkt der Vermessung war das neu erbaute Olympiastadion im Londoner Stadtteil Shepherd’s Bush. Der Start sollte beim Schloss Windsor erfolgen. Nachdem man 25 Meilen (40,23 km), die bislang übliche Distanz eines Marathonlaufs, ausgemessen hatte, war man noch immer 1 Meile vom Schloss Windsor entfernt. An der Ostterrasse des Schloss Windsors hatte man schließlich 26 Meilen vermessen. Es fehlte aber noch das Stück vom Stadionmesspunkt bis vor die königliche Loge, also mussten noch einmal 385 Yards der Distanz hinzugefügt werden. Aus diesem Grund sollen noch heute angelsächsische Marathonläufer auf dem letzten Kilometer ein God Save the Queen ausstoßen.
Den dramatischen Ausgang im Olympischen Marathon 1908 zwischen Dorando Pietri und John Hayes, bei dem Pietri nach mehrmaligen Stürzen kurz vor dem Ziel schließlich von Offiziellen über die Ziellinie geschoben und deshalb disqualifiziert wurde, nutzte man nach den Spielen dazu, in den Vereinigten Staaten eine Reihe von Revanchekämpfen zwischen den beiden zu organisieren. Natürlich sollten die Bedingungen gleich sein, so dass man die Distanz stets auf eine Länge von 42,195 km festlegte. Neben Pietri, der im Jahr 1909 an 8 Marathonläufen teilnahm, beteiligten sich an den Wettkämpfen schließlich immer mehr Läufer, die bald wie ein Wanderzirkus durch die Lande und schließlich durch die Welt zogen. Meistens wurden die Läufe in einer Halle, wie etwa im Madison Square Garden, ausgetragen, wo man 262 Runden zu absolvieren hatte.
Trotz der inzwischen fast schon obligatorischen Distanz von 42,195 Kilometern bei den vielen professionellen Wettkämpfen sah das Internationale Olympische Komitee (IOC) es nicht für notwendig an, die Distanz für den Marathon bei den Olympischen Sommerspielen 1912 in Stockholm und auch noch bei den Olympischen Sommerspielen 1920 in Antwerpen auf eine bestimmte Streckenlänge festzulegen. Erst 1921 hat der internationale Verband für Leichtathletik (IAAF) die Distanz von 42,195 Kilometer als offizielle Streckenlänge für einen Marathonlauf festgelegt.
Marathon als Breitensport „Trimm Dich!“
Beginnend in den 1970er-Jahren mit Aktionen wie „Trimm Dich!“ und „Laufen ohne zu Schnaufen“ des DSB, hat sich im Zuge des allgemeinen Fitnesstrends der Laufsport und parallel der Marathonlauf als Breitensport etabliert.
1979 wurde die Zahl der deutschen Marathonläufer auf 10.000 geschätzt und es fanden rund 50 Marathonläufe in Deutschland statt. 2005 wurden in Deutschland 153 Marathonveranstaltungen angeboten und der harte Kern der Marathonläufer wird vom Deutschen Leichtathletikverband auf rund 100.000 Aktive geschätzt. Das sind dennoch weniger als ein Prozent aller Laufsportler.
2002 fanden in Europa 60 Marathonläufe mit mehr als 1.000 Teilnehmern statt, davon 18 in Deutschland.
2003 fanden in Europa 65 Marathonläufe mit mehr als 1.000 Teilnehmern statt, davon 18 in Deutschland.
2004 fanden in Europa 73 Marathonläufe mit mehr als 1.000 Teilnehmern statt, davon 20 in Deutschland.
Am 23. Januar 2006 haben der
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Boston-Marathon,
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der Flora London-Marathon,
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der real,- BERLIN-MARATHON,
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der LaSalle Bank Chicago-Marathon (heute Bank of America Chicago Marathon)
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der ING New York City-Marathon gemeinsam die World Marathon Majors (WMM) gegründet.
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Bei diesen neuen Marathonläufen teilen sich bisher die besten Marathonläufer und Marathonläuferin der Welt eine Million US-Dollar Preisgeld.
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Mit den World Marathon Majors soll die Gelegenheit genutzt werden, den Sport weiter zu entwickeln, mehr Aufmerksamkeit auf die Athleten zu lenken und das Interesse an den Eliterennen bei allen Anhängern des Laufsports zu fördern.
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Zusätzlich zu den fünf Rennen wurden zwei weitere Marathons in die WMM-Serie integriert: die beiden Marathonrennen bei den IAAF Leichtathletik-Weltmeisterschaften und bei den Olympischen Spielen.
Männer: www.worldmarathonmajors.com/DE/athletes/leaderboard/men/2006-2007/
Frauen: www.worldmarathonmajors.com/DE/athletes/leaderboard/women/2006-2007/
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Anlässlich des 2500. Jubiläumsjahres des Marathons veranstaltet AIMS (Association of International Marathons and Distance Races) ihren 18. Welt-Kongress vom 28. - 30. Oktober 2010 in Athen. Organisiert wird die Veranstaltung von der Hellenic Athletics Federation (SEGAS), dem Veranstalter des internationalen Athens Classic Marathon (ACM). Das Rennen findet in diesem Jahr am 7. November auf der Original-Marathonstrecke statt, die vom Ort Marathon in die Innenstadt von Athen führt.
Als Geste gegenüber der Marathon-Bewegung und einer Art Zeichen des sich nähernden 2500. Jubiläums der Schlacht von Marathon hat SEGAS 2007, in Zusammenarbeit mit AIMS und der Stadt Marathon, die Marathon-Flamme kreiert. Diese Flamme wird jährlich an der Grabstätte von Marathon am Tag vor dem Athen-Marathon entzündet und zu vielen Laufveranstaltungen in der ganzen Welt gebracht, um die bemerkenswerte Geschichte dieses Sports weltweit zu symbolisieren. ![]()
Wirtschaftsfaktor Marathon
Gemeinsam bringen es die fünf Rennen
auf über fünf Millionen Zuschauer an der Streck und über 250 Millionen Fernsehzuschauer.
Die World Marathon Majors erzielen jährlich 80 Millionen Dollar an Spenden für internationale Wohltätigkeitsorganisationen.
Sie haben eine Wirtschaftskraft in ihren jeweiligen Bereichen von insgesamt über 400 Millionen Dollar.
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Das Wort „Marathon” ist inzwischen Teil des heutigen Sprachgebrauchs, jedoch ist die Geschichte dahinter wohl eine der bemerkenswertesten der Sport- und Kulturgeschichte. Im nächsten Jahr wird die Schlacht von Marathon – der Ursprung des Rennens über die klassischen 42,195 km – genau 2.500 Jahre her sein. Im Blickpunkt steht dann der Athen-Marathon am 31. Oktober 2010. Bei Olympischen Spielen wurd die Marathonstrecke seit 1896 nur von den Männern gelaufen (allerdings zunächst nur auf ca. 40 Kilometer Länge). Erst seit 1984 ist der Marathonlauf auch für die Frauen eine olympische Disziplin. Der Geschichtsschreiber Herodot berichtet über den griechischen Boten Pheidippides, der 490 v. Chr. von Athen in zwei Tagen nach Sparta gelaufen war, um Hilfe im Krieg gegen die Perser zu suchen. 500 Jahre danach machten Plutarch und Lukian von Samosata unter Berufung auf Herakleides Pontikos eine Legende daraus; dem zufolge ein Läufer sich nach dem Sieg der Athener in der Schlacht von Marathon auf den knapp 40 Kilometer langen Weg nach Athen gemacht habe und dort nach der Verkündung seiner Botschaft „Freut Euch, wir haben gesiegt“ tot zusammengebrochen sei. Bei den ersten Langstreckenläufen der Neuzeit dachte niemand an diese Historie. Als Vergnügen für die Zuschauer und zur Befriedigung ihrer Wettleidenschaft wurden im ausgehenden 18. Jahrhundert die ersten Langstreckenläufe in einer Art sportlichen Wettkampf ausgetragen. In England und den Vereinigten Staaten absolvierten die Pedestrianisten (Fußläufer) Strecken zwischen 20 Meilen (32,18 km) und 30 Meilen (48,27 km). Selten traten die Läufer gegeneinander an. Es wurden beachtliche Zeiten gelaufen; Blewet lief im Jahr 1808 über 24 Meilen (38,62 km) in einer Zeit von 2:34 Stunden. Auf die heute gültige Marathondistanz umgerechnet wäre dies eine Zeit von 2:48 Stunden. Erst mit den Ausgrabungen an historischer Stelle in Marathon, bei denen 1890 ein Hügel mit den Gräbern der gefallenen Athener von der Schlacht von Marathon freigelegt wurde, kam die Legende über Pheidippides wieder in Erinnerung. Der Sprachwissenschaftler Michel Bréal besuchte bei einer Griechenlandreise diesen Ort. Als er dann 1894 dem Olympischen Kongress in Paris beiwohnte, wuchs in ihm die Idee, den legendären Lauf des Pheidippides im Rahmen der für 1896 geplanten Olympischen Spiele von Athen als Wettkampf aufleben zu lassen. Mit einem Brief teilte er seinem Freund, Baron Pierre de Coubertin, dem Begründer des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), seine Idee mit. Der Sieger sollte einen von ihm gestifteten Pokal erhalten. Nach einigem Zögern stimmte man der Idee zu, und so wurde der Olympische Marathon 1896 von Athen der erste organisierte Marathonlauf. Einen Monat vor den Olympischen Spielen fand jedoch schon ein Marathonlauf als Griechenland-Meisterschaft auf der Strecke vom Dorf Marathon nach Athen (ca. 40 Kilometer) mit elf Läufern statt. Zwei Wochen später wurde ein weiterer Marathonlauf als Test für die Olympischen Spiele mit 38 Läufern ausgetragen, bei dem der Sieger Ioannis Lavrentis eine Zeit von 3:11:27 Stunden erreichte und der spätere Marathon-Olympiasieger, Spyridon Louis, in 3:18:27 Stunden Fünfter wurde. Zu einem anderen Termin sollen sich zwei Frauen, deren Namen mit Melpomene und Stamathis Rovithi angegeben wurden, schon erfolgreich an der Strecke Marathon-Athen versucht haben (Quelle: AIMS). Der erste offizielle deutsche Marathon wurde am 3. Juli 1898 gelaufen. Die Strecke verlief von Paunsdorf bei Leipzig (heute Stadtteil von Leipzig) nach Bennewitz und wieder nach Paunsdorf zurück. Sieger war Arthur Techtow, der für die 40 km eine Zeit von 3:15:50 benötigte und damit 20 Minuten weniger als der Zweitplatzierte brauchte. Entwicklung der Laufdistanz Im offiziellen Bulletin der Olympischen Spiele 1896 wurde die Laufstrecke von Marathon nach Athen mit exakt 40 Kilometer ausgeschrieben. Der heutige Erkenntnisstand besagt, dass dies jedoch vermutlich nicht mit der vom legendären Boten zurückgelegten Distanz übereinstimmt. Während Pheidippides wohl den kürzesten Weg über das Pentelikon-Gebirge genommen und dabei höchstens 34 Kilometer zurückgelegt hätte, nahmen die Läufer bei den Olympischen Spielen den Straßenverlauf am Meer entlang und um das Gebirge herum. Für die folgenden Olympischen Spiele war es dem IOC nicht wichtig, den Marathonlauf an eine bestimmte Distanz zu knüpfen, da die Läufer im direkten Kampf gegeneinander antraten. Die Länge des ersten Olympischen Marathonlaufs 1896 diente zwar als Richtschnur, aber es war den Veranstaltern überlassen, die Distanz den örtlichen Verhältnissen anzupassen. Bei den Olympischen Sommerspielen 1908 in London betrug die Strecke gemäß einem Vermessungsprotokoll exakt 26 Meilen 385 Yards, was umgerechnet 42,195 km entsprach. Es gibt viele Erklärungen, wie es zu dieser Distanz kam. Das Vermessungsprotokoll gibt Auskunft. Ausgangspunkt der Vermessung war das neu erbaute Olympiastadion im Londoner Stadtteil Shepherd’s Bush. Der Start sollte beim Schloss Windsor erfolgen. Nachdem man 25 Meilen (40,23 km), die bislang übliche Distanz eines Marathonlaufs, ausgemessen hatte, war man noch immer 1 Meile vom Schloss Windsor entfernt. An der Ostterrasse des Schloss Windsors hatte man schließlich 26 Meilen vermessen. Es fehlte aber noch das Stück vom Stadionmesspunkt bis vor die königliche Loge, also mussten noch einmal 385 Yards der Distanz hinzugefügt werden. Aus diesem Grund sollen noch heute angelsächsische Marathonläufer auf dem letzten Kilometer ein God Save the Queen ausstoßen. Den dramatischen Ausgang im Olympischen Marathon 1908 zwischen Dorando Pietri und John Hayes, bei dem Pietri nach mehrmaligen Stürzen kurz vor dem Ziel schließlich von Offiziellen über die Ziellinie geschoben und deshalb disqualifiziert wurde, nutzte man nach den Spielen dazu, in den Vereinigten Staaten eine Reihe von Revanchekämpfen zwischen den beiden zu organisieren. Natürlich sollten die Bedingungen gleich sein, so dass man die Distanz stets auf eine Länge von 42,195 km festlegte. Neben Pietri, der im Jahr 1909 an 8 Marathonläufen teilnahm, beteiligten sich an den Wettkämpfen schließlich immer mehr Läufer, die bald wie ein Wanderzirkus durch die Lande und schließlich durch die Welt zogen. Meistens wurden die Läufe in einer Halle, wie etwa im Madison Square Garden, ausgetragen, wo man 262 Runden zu absolvieren hatte. Trotz der inzwischen fast schon obligatorischen Distanz von 42,195 Kilometern bei den vielen professionellen Wettkämpfen sah das Internationale Olympische Komitee (IOC) es nicht für notwendig an, die Distanz für den Marathon bei den Olympischen Sommerspielen 1912 in Stockholm und auch noch bei den Olympischen Sommerspielen 1920 in Antwerpen auf eine bestimmte Streckenlänge festzulegen. Erst 1921 hat der internationale Verband für Leichtathletik (IAAF) die Distanz von 42,195 Kilometer als offizielle Streckenlänge für einen Marathonlauf festgelegt.
Beginnend in den 1970er-Jahren mit Aktionen wie „Trimm Dich!“ und „Laufen ohne zu Schnaufen“ des DSB, hat sich im Zuge des allgemeinen Fitnesstrends der Laufsport und parallel der Marathonlauf als Breitensport etabliert. 1979 wurde die Zahl der deutschen Marathonläufer auf 10.000 geschätzt und es fanden rund 50 Marathonläufe in Deutschland statt. 2005 wurden in Deutschland 153 Marathonveranstaltungen angeboten und der harte Kern der Marathonläufer wird vom Deutschen Leichtathletikverband auf rund 100.000 Aktive geschätzt. Das sind dennoch weniger als ein Prozent aller Laufsportler. 2002 fanden in Europa 60 Marathonläufe mit mehr als 1.000 Teilnehmern statt, davon 18 in Deutschland. 2003 fanden in Europa 65 Marathonläufe mit mehr als 1.000 Teilnehmern statt, davon 18 in Deutschland. 2004 fanden in Europa 73 Marathonläufe mit mehr als 1.000 Teilnehmern statt, davon 20 in Deutschland.
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